Eröffnung Advent und Kirchenjahr



Seit über 15 Jahren lädt die ACK Neuwied am Vorabend des 1. Adventssonntages um 17.00 Uhr in die Matthiaskirche in Neuwied ein.

 

Die ökumenische Eröffnung des Advents und damit auch des Kirchenjahres erfreut sich Jahr für Jahr großer Beliebtheit. Die Kirche ist zwar nicht rappelvoll aber fast immer gut besetzt. Familien und Menschen aller Altersklassen kommen und die Mitgliedsgemeinden der ACK sind vertreten. Dieser „festlich-föhliche“ Gottesdienst ist für viele Menschen in Neuwied zu einem festen Bestandteil in ihrem Jahreskalender geworden.

 

Wie kam es dazu? Im Vorstand und in der Delegiertenversammlung wurde Ender Nullerjahre mal wieder überlegt, wie wir denn die Ökumene in der Deichstadt weiter beleben können. Wir hatten uns mit der Frage beschäftigt, was uns verbindet, was wir gemeinam haben- und wir das auch deutlich machen können. Eine Idee war ein Tauferinnerungsgottesdienst, den wir in der evangelischen Marktkirche gefeiert haben (rappelvoll!) Ich hatte die Idee der ökumenischen Adventseröffnung eingebracht, vermutlich hatte ich irgendwo davon gehört. Die Idee wurde allgemein freudig begrüßt und schnell waren die Rahmenbedingungen festgelegt, die bis heute gültig sind:

 

·         Ort und Zeit: am Vorabend des 1. Advents um 17 Uhr in der kath. Pfarrkirche St. Matthias

 

·         Vorher, um 16.40 Uhr, spielen Bläser der Herrnhuter Brüdergemeine vor der Kirche Adventslieder. Sie machen damit auf die Feier aufmerksam, laden in die Kirche ein- vor allem aber tragen sie das Anliegen nach draußen: jetzt beginnt der Advent, die Vorbereitungszeit auf Weihnachten und jetzt beginnt das kirchliche Jahr, das neue Kirchenjahr. Das sind Ereignisse und Anliegen, die alle Kirchen verbinden. Es macht Sinn, wenn wir das ökumenisch feiern und ein Stück weit die Deutungshoheit beanspruchen. Der Advent dient nicht nur für die Erzeugung schöner Gefühle und die Umsatzsteigerung für den Einzelhandel. Nein: ist vor allem Vorbereitung auf das Geburtsfest Jesu.

 

·         Um16.55 Uhr läuten die Glocken (am Anfang in allen Kirchen…), wir ziehen in die Kirche ein, bekommen eine Kerze und die Bläser eröffnen die Feier mit dem Lied „Macht hoch die Tür…“- ich glaube, so war es bisher in jedem Gottesdienst.

 

Die Idee am Anfang war vor allem Kinder und Familien anzusprechen. Die Feier sollte „kurz“ sein, niederschwellig, informativ und im Mittelpunkt stand die Segnung des Adventskranzes und die Entzündung der 1. Kerze. Dazu nahmen wir das Licht von der Osterkerze und hatten damit auch den Bogen zum Jahreskreis geschlagen.

 

Gerne laden wir Kinderchöre zum Gottesdienst ein, die kindgerechte Stücke mit der Gemeinde singen können und nebenbei auch ihre Eltern und Großeltern mitbringen.

 

Thematisch ging es um adventliche Symbole und Themen: den Adventskranz, das Licht, Kerzen, Sterne, den Herrnhuter Stern, Toren und Türe- möglichst familiengerecht präsentiert. Die Segnung des Adventskranzes und das Entzünden der Kerze lag stets in katholischer Hand, ansonsten wechseln wir uns ab. Dieses Licht wird dann an alle in der Kirche weitergegeben und kann mit in die Häuser genommen werden, um dort ebenfalls die erste Kerze entzünden zu können.

 

In diesem Jahr steht die Feier unter dem Motto „Den Advent mit allen Sinnen entdecken“- mit Licht, Tannenzweigen und Mandarinen.

 

Den Schluss gestalten die Bläser, meist mit dem „Tochter Zion“.

 

Viele stehen danach noch zusammen und bringen zum Ausdruck, dass es gut ist, diese schöne und sinnhafte Tradition zu haben- und das in ökumenischer Gemeinschaft.

 

Somit ist die ökumenische Eröffnung des Advents und des Kirchenjahres in Neuwied zu einem Markenzeichen geworden, dessen alljährliche Wiederholung nicht in Frage steht.
Hermann-Josef Schneider

 

 



Ort der Feier

Pfarrkirche St. Matthias

Heddesdorfer Str. 10

56564 Neuwied


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