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25 Jahre ACK Neuwied

Vierteljahrhundert im Dienste der Ökumene

Die Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Neuwied feiert ihr 25-jähriges Bestehen - Auch kleinere Glaubensgemeinschaften sind im Boot

Der Begriff Ökumene stammt aus dem Griechischen und bedeutete ursprünglich so viel wie "die gesamte bewohnte Welt", heute arbeitet die ökumenische Bewegung für die Einheit der Kirche. Und auf der Suche nach dieser umfassenden kirchlichen Einheit hat sich vor einem Vierteljahrhundert auch in Neuwied ein Arbeitskreis gegründet.

NEUWIED. Seit 25 Jahren sitzen in Neuwied die christlichen Kirchen in der "Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen" (ACK) an einem Tisch und gestalten Ökumene. Katholische, armenisch-apostolische und evangelische Christen, evangelische Mennoniten, Herrnhuter und Siebenten-Tags-Adventisten wollen den Austausch und den Dialog innerhalb ihrer Glaubensgemeinschaften stärken. Dieses Jubiläum möchte die ACK nun im September und Oktober mit verschiedenen Veranstaltungen feiern.

Dass sich die Arbeit in der Ökumene auch auf kleinere Glaubensgemeinschaften bezieht, ist eine Neuwieder Spezialität. "In der Neuwieder ACK wird ein großer Teil der Ökumene repräsentiert", fasst Pfarrer Werner Zupp zusammen. Gemeinsam mit der Vorsitzenden Margarete Moritz und Hermann-Josef Schneider bildet er den Vorstand der ACK in Neuwied.

Vielleicht stand auch der Geist der Stadtgründung mit der Betonung von Religionsfreiheit und Toleranz Pate dafür, dass die verschiedenen Konfessionen schon früh Kontakte knüpften. Bereits 1971 trafen sich katholische und evangelische Pfarrer einschließlich der Herrnhuter in Neuwied zum regelmäßigen Gespräch.

Daraus entwickelte sich 1978 die ökumenische Sozialstation, bevor am 10. September 1984 die ACK Neuwied gegründet wurde. Innerhalb der Region Südwest mit Rheinland-Pfalz, Hessen und dem Saarland bilden die Neuwieder die älteste Arbeitsgemeinschaft. Inzwischen haben sich auch in unmittelbarer Nachbarschaft entsprechende Arbeitsgemeinschaften gegründet. Seit rund fünf Jahren gibt es eine ACK in Andernach - und seit einigen Monaten auch in Koblenz. Im Laufe der Jahre hat sich die ACK Neuwied als Ansprechpartner und Vertretung eines Teils der Neuwieder Kirchen in der Stadt etabliert. Das beweisen viele Anfragen aus der Verwaltung, wenn es darum geht, Gottesdienste zu unterschiedlichen Anlässen zu gestalten. "Aktuell wurden wir zum zweiten Mal gefragt, ob wir einen Gottesdienst zu Beginn der Wahlperiode des Stadtrates gestalten wollen", sagt Margarete Moritz. Auch Vereine und Verbände bitten um Unterstützung bei der Gestaltung von Andachten oder Gebeten.

Auch wenn in Neuwied ein ausgesprochen gutes Klima für die ökumenische Zusammenarbeit herrscht, liegt der ACK daran, dieses noch zu verbessern. Und hier zeigt sich ein Problem im Kleinen, mit dem die Ökumene auf der gesamten Welt zu kämpfen hat: Wegen der weiten Aufsplitterung fehlt die Übersicht. 14 Gemeinden hat der Vorstand im vergangenen Jahr angeschrieben und zu einem "Runden Tisch" eingeladen. Davon haben sich drei zurückgemeldet, mit zweien kam die ACK ins Gespräch. Vorstand und Delegierte wollen ihre Bemühungen um einen Dialog weiter ausbauen.

Um einen Überblick über die Vielfalt der christlichen Glaubensgemeinschaften zu erleichtern, hat die ACK zum Jubiläum eine Broschüre herausgegeben, in der nicht nur Neubürger eine Vielzahl von Informationen finden, erklären Moritz, Zupp und Schneider den Hintergrund: "Wir wollen damit einen Beitrag leisten, die Ökumenearbeit in der gesamten Stadt weiter zu stärken." Andrea Fehr


Bericht der Rhein-Zeitung vom 11.9.2009 -



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